IHRE ENERGIEBERATUNG

WOHNGEBÄUDE


Im Sinne der Nachhaltigkeit gibt es für Sie viele Möglichkeiten die Situation Ihres Gebäudes energetisch zu optimieren und langfristig Energieeinsparungen zu erlangen.


Energieberater

Folgende Beratungsbereiche werden vom Energieberater angeboten:

  • Allgemeine Aufzeigung der Ist-Situation Ihres Gebäudes
  • Energieberatung-vor-Ort
  • Energetisches Gutachten Ihres Gebäudes
  • Analyse bedarfsorientierte Modernisierungsmaßnahmen
  • Fördermöglichkeiten
  • Wirtschaftlichkeitsberechnung
  • Konventionelle und regenerative Heizsysteme
  • Photovoltaikanlage zur Einspeisung und Eigenverbrauch
  • Individuelle Messebegleitung


Energieberatung vor Ort - Energieausweis

Durch eine Energieberatung vor Ort wird Ihnen von Ihrem Energieberater eine realistische Erfassung der energetischen Situation Ihres Gebäudes und Erkennung möglicher Sanierungsmaßnahmen sowie Hinweise bzgl. Kosteneinsparung, auch im alltäglichen Nutzerverhalten bei Elektrogeräten, ermöglicht.

Ihr Energieberater erstellt für Sie, bei Erfassung aller Gebäude- und Heizungsdaten, ein energetisches Gutachten mit einem Energieausweis nach der Energieeinsparverordnung EneV 2009 aus, unter der Berücksichtigung der Fördermittel (KfW, BAFA und örtliche Fördermittel) und der Wirtschaftlichkeit.

Zuvor besteht auf Wunsch die Möglichkeit einer Initialberatung mit einer übersichtlichen Zusammenfassung.

Folgende Themen sind auf dieser Seite zur Einsicht aufgeführt:

  • Energiekennwert
  • Modernisierungsmaßnahmen
  • Energieeinsparung im Alltag
  • Energieausweise
  • Energieeinsparverordnung EnEV

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Energiekennwert

Mit dem nächsten Link haben Sie die Möglichkeit in vereinfachter Form den Energiekennwert Ihres Gebäudes selber zu ermitteln. Es lässt sich daraus das Energieeinsparpotential in vereinfachter Form bestimmen, anhand des Durchschnittswertes der jährlichen Brennstoffverbräuche aus den letzten drei Jahren:

Vorlage Energiekennwert vereinfacht ermittelt



Modernisierungsmaßnahmen

Modernisierungsmaßnahmen sind bei Gebäuden im Bestand ein unbedingtes Muss. Da alle notwendigen Modernisierungsmaßnahmen aus finanziellen Gründen nicht alle auf einmal umsetzbar sind, empfiehlt sich beispielsweise folgend sinnvolle Reihenfolge:

1. Schritt - Wärmedämmung:
Die Wärmedämmung hat eine grundsätzlich positive Auswirkung auf die energetische Situation Ihres Gebäudes und Ihre Heizkosten; massive Abweichung an Wärme ( = Energie) über die Wände und Dach ist nicht mehr gegeben.
Anhand der durchgeführten Wärmedämmung orientiert sich die Dimensionierung einer neuen Heizungsanlage sowie einer thermischen Solaranlage.

2. Schritt - Fenster und Türen:
sind die Fensterrahmen sehr alt, einglasig oder die Fensterscheibengummierung brüchig, müssen entweder die kompletten Fenster oder die Fensterscheiben ausgewechselt werden in Wärmeschutzfenster.

3. Schritt - Heizungsanlage - Einstellungen - Heizungspumpen:
Teilt Ihnen Ihr Schornsteinfeger mit, daß die Werte Ihrer Heizungsanlage nicht mehr akzeptal sind, dann muss Ihre Heizungsanlage erneuert werden.
Ansonsten empfiehlt es sich einen hydraulischen Abgleich und eine Heizungspumpenerneuerung durchführen zu lassen.

Seit 01.04.2010 sind die Förderrichtlinien geändert:
- ein hydraulischer Abgleich ist bei Veränderung des Heizungssystems Pflicht und wird bezuschusst.
- ein Pumpenaustausch in eine moderne Hocheffizienzpumpe wird auch bezuschusst.
siehe: www.sparpumpe.de

4. Schritt - Solaranlage:
Um Ihre Heizkosten noch mehr zu reduzieren, empfiehlt sich die Anschaffung einer thermischen Solaranlage zur Heizungsunterstützung und Brauchwassererwärmung.

Hier eine Darstellungsübersicht aller möglichen Modernisierungsmaßnahmen und die Einsparungsmöglichkeiten in Prozenten in Endenergie und Energiekosten.
Die angegebenen Prozentwerte sind unverbindliche Richtwerte und können in gesonderten Einzelfällen abweichend ausfallen:

Übersicht Modernisierungsmöglichkeiten



* Als Endenergie bezeichnet man denjenigen Teil der Primärenergie, welcher dem Verbraucher, nach Abzug von Gewinnung, Transport- und Umwandlungsverlusten (Wertschöpfungskette), zur Verfügung steht.



Energieeinsparung im Alltag

Da die Energiekosten kontinuierlich steigen, ist auch im Alltag durch bewußte Handhabung eine Einsparung von bis zu 20 % möglich.

Hier eine grafische Aufteilung des Energieverbrauches in Deutschland:


Und eine Übersicht, wie lang es dauert bis 1 kWh verbraucht ist:


Folgende einfach Möglichkeiten sind gegeben, um die eigenen Energiekosten erheblich zu reduzieren:
- alte Geräte durch Neue ersetzen: 30 - 50 %,
- Geräte nach Euro-Label einkaufen: 20 - 40 %,
- Standby vermeiden und Steckerleisten anwenden: 40 - 80 %,
- Akkugeräte sind heimliche Stromfresser: 30 - 40 %,
- Waschmaschine nutzen durch angemessene Füllmenge: 30 %,
- Geschirrspülmaschine nutzen durch komplette Befüllung: 20 %,
- beim Kochen die Nachwärme nutzen: 5 - 10 %,
- planer Topf passend zur Herdplatte: 5 %,
- Flüssigkeitsmenge nach Bedarf ausrichten: 2- 4 %,
- Vorheizen des Backofens überflüssig: 5 - 7 %,
- Backraum sinnvoll ausnutzen: 5 %,
- beim Backen die Nachwärme nutzen: 15 %,
- Stoßlüften, d.h. konstantes Kippen des Fensters vermeiden: 30 - 35 %,
- Raumtemperatur reduzieren: 6 %,
- Heizflächen nicht verstellen oder zuhängen mit Vorhängen: 30 %,
- Heiznischen mit einem Wärmeschutz versehen: 40 %,
- defensives Autofahren: 10 - 15 %,
- bei kurzen Strecken mit dem Fahrrad fahren: 30 - 60 %,
- bei optimaler Anbindung mit den öffentlichen Verkehrsmitteln: 20 - 60 %.


Übersicht der Elektrogeräte an jährlichem Verbrauch:



(Die Daten sind in Eigenregie über Verkaufshäuser zusammen gefasst worden und werden laufend aktualisiert; ein Kopieren ist grundsätzlich nicht erlaubt).



Energieausweise

Seit 01.07.2008 ist bei Vermietung, Verpachtung und Verkauf von Wohngebäuden, errichtet vor 1965 und ohne getätigter Sanierungsmaßnahmen, die Einsicht eines Energieausweises Pflicht. Ab 01.01.2009 gilt dies für alle Wohngebäuden.
Die Gültigkeit eines Energieausweises beträgt ab Erstellungsdatum 10 Jahre.

Auswahlhilfe für Energieausweise nach EnEV für Wohngebäude:

Grafische Darstellung


Der Immobilienbesitzer hat die Auswahl zwischen zwei Energieausweis-Varianten. Allerdings kann der Verbrauchsausweis seit 01.07.2009 nur noch bei wenigen Objektsituationen angewandt werden:

1. Verbrauchsausweis
Dient zur Darstellung des Nutzungsverhaltens durch ermittelte Verbräuche des bestehendem Heizsystem der letzten 3 Jahre in Ihrem Gebäude.

2. Bedarfsausweis
Dient zur detaillierten Darstellung der Gesamtenergieeffizienz eines Gebäudes, ermittelt Energieverluste und stellt notwendige Modernisierungsvarianten dar.

Muster Energieausweis Wohngebäude
Hier sehen Sie den gesetzlich vorgeschriebenen Energieausweis für Wohngebäude, der insgesamt aus fünf Seiten besteht:
1. Seite beinhaltet die allgemeinen Daten des Objektes,
2. Seite die Ergebnisse der erfassten Daten zu einem Bedarfsausweis,
3. Seite die Ergebnisse der erfassten Daten zu einem Verbrauchsausweis,
4. Seite die Erläuterungen und
5. Seite Modernisierungsempfehlungen.

Muster Energieausweis Nichtwohngebäude
Hier sehen Sie den gesetzlich vorgeschriebenen Energieausweis für Nichtwohngebäude, der insgesamt aus sieben Seiten besteht:
1. Seite beinhaltet die allgemeinen Daten des Objektes,
2. Seite die Ergebnisse der erfassten Daten zu einem Bedarfsausweis,
3. Seite die Ergebnisse der erfassten Daten zu einem Verbrauchsausweis,
4. Seite die Erläuterungen
5. Seite als Musteraushang (Energiebedarf)
6. Seite als Musteraushang (Energieverbrauch) und
7. Seite Modernisierungsempfehlungen.



Energieeinsparverordnung EnEV

Die Energieeinsparverordnung EnEV regelt den Wärmeverbrauch von Neubauten sowie Wohngebäude und Nichtwohngebäude im Bestand:

EnEV 2009

Die Novellierung der Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) ist am 01.10.2009 in Kraft getreten und hat das Ziel, den Energiebedarf für Heizung und Warmwasser im Gebäudebereich um etwa 30 % zu senken:


  1. Neubauten: Die Obergrenze für den zulässigen Jahres-Primärenergiebedarf wird um durchschnittlich 30 % gesenkt.
  2. Neubauten: Die energetischen Anforderungen an die Wärmedämmung der Gebäudehülle werden um durchschnittlich 15 Prozent erhöht, das heißt, die Wärmedämmung der Gebäudehülle muss durchschnittlich 15 Prozent mehr leisten als bisher.
  3. Altbau-Modernisierung: Bei der Modernisierung von Altbauten mit größeren baulichen Änderungen an der Gebäudehülle werden die energetischen Bauteilanforderungen um durchschnittlich 30 Prozent verschärft (z.B. Erneuerung der Fassade, der Fenster, des Dachs). Alternativ kann der Bauherr sich dafür entscheiden, auf das 1,4 fache Neubau-Niveau zu sanieren. Dies betrifft die Anforderungen an den Jahres-Primärenergiebedarf und an die Wärmedämmung der Gebäudehülle.
  4. Die Anforderungen an die Dämmung oberster nicht begehbarer Geschossdecken (Dachböden) werden verschärft. Oberste begehbare Geschossdecken müssen bis Ende 2011 eine Wärmedämmung erhalten. In beiden Fällen genügt aber auch eine Dämmung des Daches. Beibehalten wurde die Freistellung der Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern, wenn der Eigentümer am 1.2.2002 in dem Haus gewohnt hat. Die Nachrüstpflichten sind von dem späteren Erwerber des Hauses innerhalb von zwei Jahren nach Eigentümerwechsel zu erfüllen.
  5. Für Klimaanlagen, die die Feuchtigkeit der Raumluft verändern sollen, wird eine Pflicht zum Nachrüsten von Einrichtungen zur automatischen Regelung der Be- und Entfeuchtung vorgesehen.
  6. Nachtstromspeicherheizungen, die älter als 30 Jahre sind, sollen in größeren Gebäuden außer Betrieb genommen werden und durch effizientere Heizungen ersetzt werden. Dies betrifft Wohngebäude mit mindestens sechs Wohneinheiten und Nichtwohngebäude mit mehr als 500 Quadratmetern Nutzfläche. Die Pflicht zur Außerbetriebnahme soll stufenweise zum 1. Januar 2020 einsetzen.Es besteht keine Pflicht, wenn das Gebäude das Anforderungsniveau der Wärmeschutzverordnung 1995 erfüllt, der Austausch unwirtschaftlich wäre oder öffentlich-rechtliche Vorschriften den Einsatz von elektrischen Speicher-heizsystemen vorschreiben (z. B. Festsetzungen in Bebauungsplänen).
  7. Maßnahmen zum Vollzug der Verordnung werden verstärkt:Bestimmte Prüfungen werden den Bezirksschornsteinfegermeistern übertragen und Nachweise bei der Durchführung bestimmter Arbeiten im Gebäudebestand - so genannte Unternehmererklärungen - eingeführt. Außerdem werden einheitliche Bußgeldvorschriften eingeführt. Verstöße gegen bestimmte Neu- und Altbauanforderungen der EnEV und die Verwendung falscher Daten beim Energieausweis werden als Ordnungswidrigkeit geahndet.
  8. Die Qualitätsanforderungen an Aussteller von Energieausweisen werden erweitert.

EnEV 2012

Ziele und Forderungen von Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen:

  1. Bei der energetischen Betrachtung und Bewertung von Gebäuden zukünftig die Energiebilanz des gesamten Gebäudes einbezogen wird, d.h. sowohl der Energieverbrauch des bewohnten / genutzten Gebäudes, als auch die Energiebilanz der verbauten Baumaterialien und verfahren.
  2. Der Einsatz ökologischer Baustoffe durch neue Förderprogramme gestärkt und ihr Einsatz erprobt werden.
  3. Der Bedarfsausweis verpflichtend eingeführt und der Verbrauchsausweis abgeschafft wird.
  4. Der Energieausweis bei Neuvermietung oder Verkauf einer Immobilie verpflichtend vorgelegt wird, damit auch beim Wohnen der „Verbrauch“ eine wichtige Größe zur Entscheidungsfindung wird.
  5. Zur Steigerung der energetischen Gebäudesanierung die Länder Informationsinitiativen bei den Haus- und Wohnungseigentümern starten sollen.
  6. Die Bürger über alltägliche Energiesparmöglichkeiten, z.B. beim Heizen und Lüften, verstärkt informiert werden.
  7. Energiesparendes Bauen und Sanieren zu einem festen Bestandteil in der Aus- und Weiterbildung von Architekten und Bauingenieuren wird.

EnEV 2007

Die EnEV 2007 war im Oktober 2007 in Kraft getreten und regelte folgende Schwerpunkte:

  1. Einführung Energieausweise für bestehende  Gebäude.
  2. Neue und einheitliche Formularentwürfe für Energieausweise für Neubauten und Bestandsgebäude.
  3. Neue Berechnungsvorgaben bei Nichtwohngebäuden für die Bereiche Kühlung und eingebaute Beleuchtung DIN V 18599.
  4. Wohngebäude mit fest installierten Klimaanlagen ist zukünftig auch die benötigte Kühlenergie, analog dem Verfahren bei Nichtwohngebäuden, zu berücksichtigen.
  5. Eingebaute Beleuchtung bleibt bei Wohngebäuden unberücksichtigt.
  6. Energetische Mindestanforderungen für Neubauten.
  7. Energetische Mindestanforderungen für Modernisierung, Umbau, Ausbau und Erweiterung bestehender Gebäude.
  8. Mindestanforderungen für Heizungs, Kühl- und Raumlufttechnik sowie Warmwasserversorgung.
  9. Energetische Inspektion von Klimaanlagen.
  10. Die primärenergetische Bewertung von Strom bei der Berechnung der energetischen Qualität von Gebäuden ist von 3,0 auf den Faktor 2,7 verringert.
  11. Klimaanlagen müssen künftig alle zehn Jahre inspiziert werden. Dem Inspektionsbericht müssen Verbesserungsvorschläge beigefügt werden.
  12. Ausstellungsberechtigung des Energieausweises.
  13. Ausstellungspflicht besteht bei Vermietung, Verpachtung und Verkauf sowie bei öffentlichen Gebäuden mit einer Nutzfläche mehr als 1.000 m².